Asien Backpacking Indien

Südindien | 2 Wochen low-budget Backpacking von Cochin bis Mumbai

By on 16. November 2017

Einen Backpacking-Trip mit dem Rucksack durch Indien haben wir uns anfangs verdammt kompliziert vorgestellt… ein chaotisches Verkehrssystem, wenige Informationen online über die Busrouten und allgemein eine große Unsicherheit was das Reisen in diesem riesigen Land angeht.
Am Ende war unsere Rucksack-Rundreise durch Indien jedoch viel einfacher als gedacht. Wir haben vor unserer Reise viel recherchiert und haben insbesondere zu den Fahrten zwischen den einzelnen Städten kaum Informationen gefunden. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Fahrten mit den öffentlichen Bussen völlig unkompliziert waren. In der Regel haben wir uns mit dem Tuk Tuk zum Busbahnhof der jeweiligen Stadt bringen lassen und dort nach dem Bus zu unserem Ziel gefragt. Dann ging es in den Bus und der fuhr meistens nach ein paar Minuten schon los.

Lest doch auch: Tipps und Tricks für eure Backpacking Reise durch Indien

Zusammengefasst:

  • Dauer: 16 Tage
  • Reiseroute: Kochi nach Mumbai
  • Kosten p.P.: 1100€ (inkl. Flug)
  • Fortbewegung vor Ort: Bus, Zug und Tuk Tuk

Unsere Reiseroute

Tag 1+2: Ankunft in Cochin (Die „Perle des Südens“)

Die Perle des Südens… dieser Satz stammt nicht von uns, sondern aus dem Reiseführer, den wir uns vor dem Urlaub gekauft haben. Das ist einer der Gründe warum ich Reiseführer nicht so mag. Sie können durch ihre blumigen Formulierungen jeden noch so kargen Ort wie ein wahres Paradies klingen lassen.

Zurück zur Perle des Südens: Bestätigen können wir diese Beschreibung leider nicht. Da wir abends in Cochin angekommen sind haben wir einen richtigen ersten Eindruck erst am nächsten Tag erlangen können. Entgegen aller Informationen, dass es Indien überall Kühe gibt, die frei herumlaufen, haben wir in Cochin vor allem Ziegen gesehen, teilweise frei herumlaufen, teilweise an irgendwelche Laternen gebunden. Eine weitere Sache, die sofort aufgefallen ist, ist der Müll, der überall rumliegt. Und zwar wirklich überall: Auf der Straße, in den Flüssen, im Gebüsch.
Nachdem wir uns die ersten Getränke in Plastikflaschen gekauft haben, wussten wir auch warum. Bei dem Versuch die leeren Flaschen zu entsorgen mussten wir feststellen, dass es nirgendwo Mülleimer gibt. Wir haben während unseres Urlaubes unseren Müll immer im Rucksack gesammelt und dann im Homestay entsorgt. Die haben es dann selbst wahrscheinlich auch einfach auf die Straße gekippt.

In Cochin selbst haben wir uns die berühmten Fischernetze angeschaut (die man auch in jedem Reiseführer sieht) und sind durch die Stadt spaziert. Da es im März, als wir dort waren, über 40 Grad waren haben wir es draußen kaum ausgehalten. Da Cochin unserer Ansicht nach nicht wirklich viel zu bieten hat sind wir am Nachmittag direkt weitergefahren nach Alappuzha.

Alappuzha Strand

Am Abend waren wir hier noch am Strand und sind dort unter den ganzen Indern mehr als aufgefallen. Der Strand war nämlich rappelvoll mit Indern die mit ihren Kindern spielten, ein Picknick machten oder einfach nur im Sand chillten. Nur eins machte fast keiner… schwimmen. Das hatten wir so auch im Reiseführer gelesen, dass zumindest an diesem Strand keiner ins Wasser geht. Nachdem ich es natürlich selbst ausprobieren musste wusste ich aber warum. Der Wellengang war wirklich unerhört stark und ich habe es keine 2 Minute im Wasser ausgehalten.
Wir sind dann noch in ein örtliches Restaurant auf ein kleines Curry gegangen und sind dann – mangels TukTuk- die paar Kilometer  zu unserem Hostel gelaufen.

Tag 3: Backwaters Tour (Alappuzha)

Eines unserer Indien Highlights war definitiv die Kanutour zum Sonnenaufgang durch die Backwaters. Wir wurden sehr, sehr früh morgens dazu mit Rollern von unserem Hostel abgeholt und zu einer Bootsanlegestelle gebracht. Von da aus ging es mit kleinen Booten weiter zu einer Stelle, wo wir in Kanus umgestiegen sind. Die Kanus haben den Vorteil, dass sie klein genug sind um auch durch die kleinen Kanäle der Backwaters zu passen.

Allepuzha

Die Atmosphäre in den Backwaters war magisch… Der Dunst, der zum Sonnenaufgang aufsteigt, die Vögel in den Bäumen. Das alles hat eine ganz besondere Stimmung geschaffen, die dieses Ereignis so besonders gemacht hat. Zudem bekommt man bei der Tour auch einen guten Einblick in das Leben der Menschen am Fluss. Während unserer Tour haben wir Mädchen in ihren Schuluniformen gesehen, die über Brücken aus Baumstämmen zur Schule gehen und Frauen, die ihre Wäsche im Fluss gewaschen haben. Die Tour solltet ihr auf jeden Fall machen, wenn ihr einen Stopp in Alappuzha einplanen könnt.

Nach der Backwaters Tour sind wir noch mit der Fähre bis nach Kottayam (ca. 2.5h) weitergefahren. Dies ist eine sehr günstige Alternative zu den Hausbooten. Man bekommt den gleichen Ausblick für ein paar Cent. Von Kottayam aus ging es mit dem Bus weiter nach Munnar. Wie gesagt…lasst euch einfach zum Busbahnhof bringen und fragt nach dem Bus nach Munnar.
Nach ca. 4-5 Stunden kommt ihr dann im wunderschönen Munnar an.

Tipps zu Alappuzha:

  • Alappuzha ist ein anderer Name für Allepey. Lasst Euch also hier nicht durcheinander bringen
  • Unserer Meinung nach muss man keine teure Hausboot-Tour machen, da man auf kleinen Kanus eh viel mehr sieht und in die coolen kleinen Kanäle rein fährt, in die großen Schiffe gar nicht kommen
  • Unser Gepäck konnten wir während der Tour im Begleitboot unterbringen, ihr müsst Euch deswegen also keine Sorgen machen
  • Der Tourguide hat uns auch nach der Tour direkt an einer Haltestelle der Fähre nach Kottayam rausgelassen

Tag 4: Wandern in Munnar

Munnar liegt im Landesinneren und ist insbesondere für seine Teeplantagen bekannt. Auch das Klima ist hier ganz anders. Während es an der Küste extrem heiß war, war es in Munnar angenehm warm bzw. am Abend sogar fast kühl (ca. 25 Grad). In unserem Hotel in Munnar konnten wir direkt eine Tagesausflug durch die Teeplantagen für den nächsten Morgen buchen… und das solltet ihr unbedingt auch tun. Die Tour war absolut empfehlenswert.

Der Tagesausflug startete pünktlich zum Sonnenaufgang und hat auch hier wieder eine ganz besonderer Stimmung geschaffen. Da es in den Städten und Dörfern eigentlich immer sehr laut ist, ist die Ruhe zum Sonnenaufgang ein kompletter Kontrast. Die Tour führte in den ersten Stunden zuerst durch Teeplantagen und dann hinauf auf einen Berggipfel. Hier haben wir ein erstes Frühstück erhalten. Von hier aus hatte man 2 Möglichkeiten. Man konnte auf dem gleichen Weg zurückgehen oder man konnte die Tour bis zum späten Nachmittag erweitern und damit quasi zu einer Tagestour zu machen. Wir haben die lange Tour gewählt. Ihr solltet dies unbedingt auch machen. Denn nur dann sieht man auch die wirklich interessanten Gegenden.

Falls ihr auch vor habt dies zu tun, zieht am besten bequeme Schuhe an. Die lange Tour (ca. 20 km) führt zum Teil durch den Wald, zum Teil aber auch auf befestigten Wegen entlang. Der Guide hat uns dabei immer wieder auf unterschiedlichen Gewürzpflanzen hingewiesen. So haben wir auf der Tour Kakao-Bäume, Muskatnuss, Vanille und Kardamom gesehen. Uns hat die Tour wirklich sehr gut gefallen und war somit ein weiteres empfehlenswertes Highlight auf unserer Reise durch Südindien.

Den Abend haben wir noch in Munnar mit Bummeln und Essen gehen verbracht und wollten am nächsten Morgen weiterfahren. Hierbei mussten wir feststellen, dass die TukTuks, von denen es sonst immer mehr als genug gibt, früh morgens nur vereinzelt fahren. So kam es das wir zum Busbahnhof laufen mussten. Dort haben wir wieder nach dem passenden Bus gefragt und sind innerhalb von ca. 6 Stunden weitergefahren nach Coonoor.

Tag 5: Busfahrt nach Coonoor

Tag 5 hatten wir als Reisetag geplant. 6-7 Stunden Busfahren klingt erstmal ein wenig abschreckend… war aber gar nicht so schlimm. Während der Fahrt haben wir kontinuierlich den Ausblick und die tolle Landschaft genossen. Den Abend in Coonoor haben wir hauptsächlich damit verbracht eine passende Unterkunft zu finden. Andreas braucht WLAN und ich eine Dusche… das waren wohl zu viele Ansprüche für eine Unterkunft in Coonoor. Dort gab es doch tatsächlich alte Herrenhäuser aus dem 19. Jahrhundert mit Wlan. Aber zum Waschen hätte man einen Eimer und Lappen benutzen müssen. Andererseits gab es ein super schickes Hotel mit eigener Einfahrt. Das hatte Duschen und jeden erdenklichen Schnickschnack, aber kein Wifi. Echt unverständlich.

Letztendlich haben wir uns dann von unserem TukTuk zu einer Unterkunft bringen lassen, die zwar alles hatte, nur keinen richtigen Charme. Aber man kann ja nicht alles haben.

Empfehlen können wir Euch aber das Acres Wild Farmstay Coonoor. Das stand auch in unserem Reiseführer und wir haben uns nur aus Kostengründen dagegen entschieden. Nach unserer Odyssee hätten wir aber direkt dorthin fahren sollen. Denn es soll wirklich sehr schön dort sein.

Tag 6: Coonoor & Toy Train

Den Tag in Coonoor haben wir damit verbracht das Dorf zu erkunden, den Markt zu besuchen und uns ein Zugticket für den Toytrain zu kaufen. Die Stadt selbst ist eigentlich recht sehenswert, viele bunte Häuser zaubern ein schmuckes Stadtbild. Aber leider macht der ganze Müll dieses Bild wieder zunichte. Wie ist den meisten anderen Teilen Indiens gibt es hier keine Müllabfuhr und die Leute schmeißen ihren Müll ganz einfach auf die Straße. Echt schlimm!

Rundfahrt durch die Nilgiri Berge

Da Connoor malerisch in den Nilgiri Mountains gelegen ist haben uns entschieden eine Tagestour mit einem TukTuk zu machen. So haben wir die beliebtesten Sehenswürdigkeiten abklappern können und unser Fahrer hat einfach dort gehalten, wo wir wollten und auf uns gewartet solange wir unterwegs waren. Das Highlight war sicherlich der Aussichtspunkt Lamb’s Rock mit wunderbarem Panoramablick auf die Nilgiri Berge (Blue Hills).
Wir haben dabei freilebende Affen, arbeitende Frauen auf Teeplantagen, Wasserfälle und generell sehr schöne, grüne Landschaften gesehen.

Toytrain nach Ooty

Der Toytrain ist sehr beliebt und fährt eigentlich den ganzen Weg von Mettupalayam nach Ooty. Wir haben es aber leider nicht geschafft rechtzeitig Tickets zu buchen und konnten daher erst in Coonoor zusteigen. Damit haben wir zwar den landschaftlich schönsten Teil verpasst, aber zumindest sind wir mit diesem Zug gefahren.

Die Tickets haben wir ganz unproblematisch am Bahnhof gekauft. Wir brauchten dazu nur unsere Pässe. Die hatten wir zwar nicht dabei, aber da wir unsere Passnummern auswendig konnten, konnten wir die Tickets trotzdem kaufen. Der Bus nach Ooty ist zwar etwas billiger, braucht aber dank der serpentinen-artigen Straßen fast genauso lang und ist landschaftlich wohl nicht so ansprechend.

Tag 7: Ooty

In Ooty haben wir uns mal in ein „richtiges“ Hotel ein bisschen abseits des Stadtzentrums einquartiert (Hotel Blue Hills International) und haben etwas die Stadt mit ihren bunten Häusern, Tempeln und Märkten erkundet. Die Stadt an sich hat uns jetzt nicht super begeistert, aber bei unserem kurzen Aufenthalt konnten wir schon einen ganz guten Einblick in Land und Leute erlangen.

Tag 8 + 9: K. Gudi Wilderness Camp (Safari)

Da es in Indien sehr viele Nationalparks gibt wollten wir die Gelegenheit nutzen um dort auch eine Safari zu machen. Während Indien an sich ein sehr günstiges Reiseland ist, hat man hier jedoch echte Touristenpreise angesetzt. Pro Person haben wir für 2 Tage 120 $ bezahlt. Ganz schön heftig!

Die Anreise zum K.Gudi Wilderness Camp war recht abenteuerlich. Wir sind mit dem öffentlichen Bus von Ooty bis nach Gundulupete gefahren, um von dort aus bis zum Nationalpark zu fahren. Als günstige Option ist uns hierzu natürlich das TukTuk eingefallen. Als auf zum nächsten TukTuk-Fahrer, kurz den Preis verhandelt und los gings. Nach ca. einer Stunde Fahrt waren wir schon am Eingang des Parks….und genau dort stoppte der TukTuk-Fahrer und teilte uns mit, dass er nicht in den Park fahren darf. Vom Eingang des Parks bis zum Camp waren es jedoch noch einige Kilometer und zu Fuß durfte man natürlich auch nicht in den Park.

Die Leute am Eingang des Parks teilten uns mit, dass in einigen Stunden ein Bus zum Camp fährt, den wir nehmen könnten. Da wir jedoch schon zu Mittagessen zu spät waren und in Kürze unsere gebuchte Safari starten sollte konnten wir nicht so lange warten. Es war echt zum Heulen! Da saßen wir nun direkt vor dem Eingangstor und kamen nicht rein.

Telefonisch konnten wir auch niemanden vom Camp erreichen, so dass unsere Laune auf einem Tiefpunkt war und wir nicht mehr weiter wussten. Glücklicherweise kam nach einiger Zeit ein Motorradfahrer aus dem Park gefahren und hat uns angesprochen. Er war vom Camp und konnte alles klären, so dass wir kurze Zeit später am Eingang abgeholt wurden. Im Camp angekommen, haben wir noch schnell etwas zu Essen bekommen und sind dann zu unserer ersten Safari gestartet. Die Safari fanden wir ganz schön, viele Tiere hat man jedoch nicht gesehen. Aber am nächsten Morgen stand noch eine weitere Safari an, bei der wir hoffentlich mehr sehen würden.

Angepriesen wird der Park zwar, wie viele andere auch als „Tiger Reserve“, aber die Chancen einen echten Tiger zu sehen sind natürlich verschwindend gering.

Tag 9 begann mit einer weiteren Safari, bei der wir leider nicht viele Tiere gesehen haben. Einzig einige Affen, Büffel und Vögel haben sich Blicken lassen.

Als wir zurück am Camp waren haben wir dort jedoch Elefanten gesehen und haben uns erst sehr darüber gefreut. Später hat sich jedoch herausgestellt, dass dies domestizierte Elefanten sind, die teilweise sogar angekettet waren. Hätten wir das vorher gewusst hätten wir den Park nicht besucht. Solchen Umgang mit Tieren möchten wir nicht unterstützen. Nach diesem Negativerlebnis ging es dann raus aus der Natur und weiter in die Großstadt. Innerhalb von ca. 2 Stunden waren wir in Mysore und direkt von dem Lärm, Dreck und Gestank geschockt.

Unsere Erfahrung im K Gudi Wilderness Camp:

  • Wir haben zwar nicht viele Tiere gesehen und es war auch ziemlich teuer, aber es war trotzdem ein schönes Erlebnis und die Angestellten haben sich wirklich super um uns gekümmert
  • Das Essen war wirklich klasse!
  • Unser Zelt war sehr komfortabel und man sich dort auf Baumschaukeln und Hängematten super die Zeit vertreiben.

Tag 9 (Nachmittags): Fahrt nach Mysore

Am Nachmittag wurden wir mit einem Jeep in die nächstgrößere Stadt gebracht und nahmen von dort aus einen Bus nach Mysore.

Nachdem wir kurz am Hotel waren sind wir am Abend noch zum Maharadja Palast gelaufen. Dieser wurde Abends bunt beleuchtet und ein Hörspiel dazu abgespielt. Das war einige Minuten interessant, dann aber nur noch nervig. Wir sind vorzeitig gegangen.
Am nächsten Tag haben wir uns den Palast dann nochmal bei Tageslicht und auch von innen angeschaut. Der Palast ist auf jeden Fall eine Besuch wert. Man darf offiziell zwar keine Fotos machen, aber wirklich kontrollieren tut das keiner und es gibt wirklich eine Menge Fotomotive.

Den weiteren Tag haben wir zuerst noch auf dem Markt (Devaraja Market) verbracht, der mit seinen perfekt aufgetürmten Obst-Türmchen an jedem Stand und den vielen Räucherstäbchen und Blumen schon sehr pittoresk ist. Aber wir sind als es mittags extrem heiß wurde (knapp 40 Grad) in die Mall geflüchtet um hier die klimatisierte Luft zu genießen. Hier haben wir auch das erste Mal seit einer Woche wieder einen richtigen Supermarkt gesehen und waren erstmal einkaufen. Außerdem haben wir bei McDonalds (ja, wir waren wirklich bei Mekkes) eine Auszeit vom indischen Essen genommen.

Am Nachmittag haben wir uns dann wieder aus der Mall herausgetraut und haben die Stadt noch ein bisschen besichtigt, bis es abends zum Bahnhof ging.

Um von Mysore nach Hampi zu kommen sind wir mit dem Nachtzug gefahren. Hierdurch haben wir uns die Kosten für eine weitere Übernachtung gespart und konnten die lange, lange Fahrt von ca. 12 Stunden verschlafen. Die Zugtickets haben wir im Voraus online gebucht (Cleartrip) und haben, um Nachts halbwegs schlafen zu können, die erste Klasse mit AC gewählt. Die Fahrt war sehr angenehm, so dass wir nachts einige Stunden schlafen konnten und am nächsten Morgen ausgeruht in Hospet (dem Eingangstor von Hampi) angekommen sind.

Fazit Mysore:

Wir sind ja sowieso keine wirklichen Stadtmenschen, aber außer dem Palast und dem Markt hat die Stadt unserer Meinung nach nicht viel zu bieten. Nochmal würden wir dort keine Zeit verbringen.

Tag 10 + 11: Hampi

Mehr als nur eine Steinwüste

Von Hospet aus ging es mit dem TukTuk nach Hampi. Hampi ist eine ganz eigene Welt und hat uns immer stark an einen Indiana Jones Film erinnert. Die Felsenlandschaft mit den Tempeln ist einfach atemberaubend. Und genau diese tolle Landschaft sorgt dafür, dass wir hier hauptsächlich von Touristen umgeben waren. Hampi ist ein Touri-Ort, lohnt sich aber trotzdem.

Mehr über Hampi lest ihr in unserem Artikel: Hampi | Mehr als nur eine Steinwüste

 

Busfahrt nach Goa

Um zu unserem nächsten Ziel Goa zu gelangen hatten wir uns Tickets für den Nachtbus gekauft. Die Kommentare, die wir hierzu vorher in unterschiedlichen Foren gelesen haben, haben die Fahrt als absoluten Horror dargestellt…wir fanden es aber eigentlich ganz ok. Die Schlafkabinen sind immer für 2 Personen ausgelegt und schon sehr eng (siehe Bild unten). Wer alleine reist sollte am besten beide Plätze buchen, da man ansonsten sehr, sehr nah neben einer fremden Person schlafen muss. Außerdem sind die Kabinen sehr kurz. Für mich bei gerade mal 1,60 Meter war das kein Problem. Andreas mit über 1,90 Meter konnte nicht ausgestreckt in der Kabine schlafen.

Abgesehen von den kleinen Kabinen haben wir die Nacht jedoch fast durch geschlafen, bis uns morgens um 5 Uhr der Fahrer mit einem lautstarken „Palolem, Palolem“ aus dem Schlaf weckte (der Strand, an dem unsere Unterkunft lag)…. also schnell die Sachen gepackt und raus aus dem Bus.

Tag 12-14: Goa

Nach dem hektischen Aufstehen wurden wir im Dunkeln mitten in Goa am Straßenrand abgesetzt. Glücklicherweise waren einige andere Touristen da, die sich auskannten und den Weg zu Strand wussten. Also sind wir ca. 30 Minuten gelaufen, bis wir an unseren Hütten am Strand ankamen. Da es immer noch früh morgens und dunkel war haben wir bis zum Sonnenaufgang am Strand gesessen, die Hunde gefüttert und mit Hundewelpen gespielt.

In Goa haben wir die enspanntesten Tage unseres Urlaubes verbracht. Die meiste Zeit haben wir am Strand entspannt, waren spazieren, schwimmen oder Kanu fahren. In Goa haben wir aber auch ein weiteres Highlight erlebt… Canyoning. Weder Andreas noch ich haben so etwas zuvor gemacht. Den Ausflug haben wir bei Goa Jungle Adventure gebucht. Am besten fragt ihr den Ausflug ein paar Tage vorher an, da nicht jeden Tag jede Tour stattfindet. Wir hatten Glück, dass wir für den nächsten Tag noch eine Anfängertour buchen konnten.
Beim Canyoning wandert man durch Flussläufe, springt aus mehreren Metern Höhe in Wasserläufe oder seilt sich an Felswänden ab. Der Ausflug war sehr gut organisiert und hat uns sehr viel Spaß gemacht. Falls ihr also nach Goa fahrt plant unbedingt einen Tag für das Canyoning ein.

Von Goa aus ging es nach den 3 entspannten Tagen am Strand mit dem Flieger weiter nach Mumbai.

Tag 15+16: Mumbai

Die letzten beiden Tage unseres Urlaubes haben wir in Mumbai verbracht…und müssen leider sagen: War ok, wir hätten aber lieber noch mehr Zeit in Hampi oder Goa verbracht.

Dharavi Slum Tour

Mumbai ist eine Großstadt… und somit wieder laut und dreckig. Gelohnt hat es sich aber für den Ausflug in den Slum Dharavi. Selber besuchen sollte man den Slum nicht. Hierfür gibt es Organisationen, die einen durch das Labyrinth im Slum führen (z.B. Reality Tours and Travel, die auch noch Freiwilligenarbeit im Slum unterstützen).
Fotos darf man aus Respekt vor den Einwohnern auch nicht machen. Für die Tour trifft man sich an einer Bahn-Haltestelle oder direkt vor dem Slum. Abgesehen von uns haben sich alle Teilnehmer abholen lassen. Die eigene Anreise zum Treffpunkt ist jedoch kein Problem. Man muss nur einen Zug nehmen für einige Haltestellen (Achtung: nicht aus Versehen in den Frauen-Waggon steigen) und ist nach kurzer Zeit aus der Innenstadt am vereinbarten Treffpunkt.Die Tour ist wirklich sehr beeindruckend und auch wenn man sich ein wenig so wie der Besucher in einem (Menschen-) Zoo vorkommt -deswegen ist es wichtig keine Fotos zu machen– bekommt man hier Einblicke in das Leben anderer Menschen, die man sonst nie kriegen würde und die man auch sonst nie für möglich gehalten hätte.

Wenn es dort heißt, in einem bestimmten Abschnitt gibt es nur 6 Toiletten für mehrere Hundert Menschen und im Bereich daneben stehen dann wiederum richtige Häuser im westlichen Stil (denn auch wohlhabende Leute leben im Slum), dann ist das schon ein krasser Kontrast.

Die Slum-Tour hat uns mit bleibenden Eindrücken zurückgelassen. Wenn man sieht wie dort Menschen im scheinbaren Chaos leben, unter unwürdigen Bedingungen in Aluminium-Fabriken arbeiten, aber trotzdem ein glückliches Leben zu führen scheinen, kann einen das nicht kalt lassen. Wir empfehlen wirklich jedem diese Tour zu machen, um danach einen anderen Blick auf Indien und seine Menschen zu haben.

Mumbai hat aber auch an typischen Sehenswürdigkeiten schon einiges zu bieten (wie z.B. das Gateway of India oder das gegenüber liegende – und vom schweren Terroranschlag in 2008 bekannte – Taj Mahal Palace Hotel) und obwohl es auch eine sehr touristische Stadt ist, haben wir pro Tag wirklich nur eine handvoll westliche Touristen getroffen. Wir fanden es auch hier nicht so dreckig wie z.B. in Mysore. In Mumbai scheint es nämlich eine Müllabfuhr zu geben, was dazu führt, dass die Straßen nicht so vermüllt sind wie anderswo.

Auch haben wir uns in Mumbai und allgemein in Indien immer sehr sicher gefühlt und hatten keinerlei Probleme mit dem Reisen in öffentlichen Verkehrsmitteln.


Habt ihr noch Fragen oder von eigenen Erfahrungen zu berichten? Wir freuen uns über einen Kommentar von Dir!


Was auf keiner unserer Reisen fehlen darf:

Für die Welt von oben: Unsere Drohne

Das wichtigste und auf jedenfalls spaßigste Foto-Utensil in meinem Besitz. Ich habe mir die Drohne erst letztes Jahr gekauft. Im Laufe der Zeit ist sie wirklich zu einem meiner Lieblings-Gadgets geworden. 🛒Meine Drohne bei Amazon

Für wackelfreie Aufnahmen wie aus Hollywood: Unser Gimbal

Besonders bei unseren Handyaufnahmen hat uns die ständige Wackelei gestört. Die Aufnahmen sahen nicht nur wenig professionell aus, es war einfach auch nervig diese verwackelten Videos zuhause anzusehen und zu versuchen daraus Filme zu schneiden. Unser Gimbal bei Amazon🛒

Für Bilder von nach bis fern: Unsere Reisezoom-Kamera

Ich fotografiere gerne, das ist schon mal klar. Aber ich bin auch kein Foto-Fetischist, der 5 verschiedene Objektive mit sich rumschleppen will und dabei noch alle möglichen Einstellungen machen will. Mit unserer Kamera kann ich von nah bis fern alles fotografieren. Es ist eine Bridge-Kamera, also ist sie nicht so groß wie eine DSLR, aber kann trotzdem einen guten Zoombereich abdecken und hat auch eine gute Lichtstärke. 🛒 Unsere Bridge-Kamera bei Amazon 

Für den großen Blickwinkel: Unsere ActionCam

Immer wenn es heiß her geht und man entweder nass oder dreckig wird ist unsere GoPro am Start. Durch den extrem weiten Blickwinkel sieht man viel mehr auch wenn man nah dran ist. Und das beste ist, dass die GoPro auch in unseren Gimbal passt. Somit kriege ich auch wackelfreie Aufnahmen mit großem Blickwinkel hin. 🛒Unsere Action Kamera bei Amazon

…und wie wird der ganze Kram transportiert?

Unser Wanderrucksack

Für längere Touren oder auf einem richtigen Backpacking-Urlaub (wie z.B. in Indien) braucht man einen großen, komfortablen Rucksack, wo man wirklich alles rein bekommt. Sabrina hat sich vor ca. 2 Jahren einen Rucksack extra für Frauen gekauft. Dieser hat ein nicht so langes Rückenteil und deswegen besser (auch für kleine Frauen) zu tragen.🛒 Deuter Wanderrucksack

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