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7 Tage Sardinien Roadtrip | Highlights & Reiseroute

By on 7. May 2018

Nach einigen urlaubsfreien Monaten sollte es endlich wieder soweit sein…allerdings nur für eine Hälfte der Roadtripsta-Blogger. Andreas habe ich mal wieder zu Hause gelassen um einen weiteren Urlaub mit meiner Mutter zu machen. Zuletzt waren wir gemeinsam für 2 Wochen auf Bali. Dieses Mal sollte es etwas entspannter werden und ich wollte eigentlich eine Woche lang jeden Tag an einem anderen Strand verbringen und die Sonne genießen….aber wie so oft kommt es anders als man denkt.

Unsere Reiseroute

Tag 1 – Cagliari an einem Sonntag

Da wir an einem Sonntag morgen nach Sardinien geflogen und in Cagliari gelandet sind, sollte Cagliari auch der erste Stopp für unseren Sardinientrip sein. Ich hatte vorher viel recherchiert, ob man Cagliari an einem Sonntag besuchen sollte, da ich mir nicht sicher war, ob die Geschäfte auf haben und sich ein Besuch somit lohnt. Die Internetrecherche ergab…Geschäft sind auf und es gibt sogar mehrere Flohmärkte…das und die Tatsache, dass das Wetter an diesem Sonntag nicht ganz so gut sein sollte, haben mich in der Entscheidung bestärkt.

Tja….aber leider war dann doch alles anders als erwartet. Ja, einige Geschäfte haben auf, die meisten waren jedoch zu. Und die Flohmärkte bestanden nur aus 4-5 Ständen. Da das Wetter noch schlechter als erwartet war, haben wir uns noch nicht mal diese angeschaut.

Cagliari an sich ist eine wunderschöne und zu gleich die größte Stadt Sardiniens und bezaubert mit vielen kleinen Gassen und sehr viel Charme. An normalen Tagen versprüht diese mit Sicherheit jede Menge Flair…aber and diesem Sonntag wirkte alles sehr ausgestorben. Wenn ihr also nach Cagliari wollt, dann besser an einem anderen Tag.

Wo parke ich am besten?

Parken könnt ihr in der Nähe der Marina. Da gibt es einen Parkplatz, der nur 1 Euro pro Stunde kostet, was ich recht günstig fand. Von da aus könnt ihr Cagliari gut zu Fuß erkunden und die unterschiedlich Sehenswürdigkeiten besuchen.

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt von Cagliari wird Castello genannt und befindet sich auf einer Hügelspitze, von der aus der gesamte Golf von Cagliari überblickt werden kann. In der Altstadt befinden sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten, die ihr bequem zu Fuß erkunden könnt.

Besonders schön fanden wir den Botanischen Garten Orto Botanico di Cagliari. Der botanische Garten wurde erstmal 1886 eröffnet und enthält eine Sammlung aus einheimische Gewächsen, Heilpflanzen, biblische Pflanzen, eine umfangreiche Kakteensammlung sowie seltene Pflanzen der verschiedenen Kontinente.

Auch solltet ihr euch die Bastione di Saint Remy nicht entgehen lassen. Von dort hat man einen wundervollen Ausblick über ganz Cagliari. Auf der alten Bastion befindet sich eine Aussichtsterasse, die ein beliebter Treffpunkt für Touristen und die lokale Bevölkerung ist. Die große Panoramaterrasse Umberto I. zählt zusammen mit der darüber liegenden Terrasse Santa Caterina zu den schönsten Plätzen Sardiniens.

Auf dem Weg zur Bastione kommt man immer wieder an tollen Kirchen, wie der Cattedrale di Santa Maria oder alten Ruinen vorbei. Nehmt am besten Google Maps zur Hand um nichts zu verpassen, dort sind die Sehenswürdigkeiten eingezeichnet.

Gute Ideen für die Marschroute gibt es ansonsten auch auf http://www.cagliariturismo.it/en.

Dort könnt ihr euch Route zu unterschiedlichen Themen, wie Kultur, Shopping oder Natur anzeigen lassen.

Am Nachmittag haben wir noch einen Großeinkauf bei Auchan gemacht und sind dann zum unseren B&B (Villa Rafael – sehr zu empfehlen) nach Poggio dei Pini gefahren. Von Caliari aus sind wir über die SS195 nach Poggop dei Pini gefahren. Die Straße führt an mehreren Salzseen vorbei auf denen man immer wieder die Flamingos sieht. In der Villa Rafael haben wir unsere erste Nacht verbracht. Das B&B liegt zwar etwas außerhalb, bietet aber einen wundervollen Ausblick, tolle Zimmer und ein herrliches Frühstück. Wir haben am Abend noch eine Spaziergang zum See Lago Grande unternommen und danach eine sehr leckere Pizza bei Mama gegessen, bevor wir todmüde ins Bett gefallen sind.

Tag 2 – Pula, Chia und Flamingos

Pula

Für unseren zweiten Tag auf Sardinien hatte ich Zwischenstops in Pula, Chia und am Capo Malfantano eingeplant, bevor dazu unserem nächsten Hotel in Portocusco gehen sollte. Von Poggio dei Pini waren wir nach ca. 20 Minuten schon in Pula. Da es noch früh morgens war und alles geschlossen hatte entschieden wir uns erst noch bis zum Strand weiterzufahren und die Stadt später zu besichtigen. Also ging es zuerst zum Spiaggia di Nora und zum Capo de Pula. Am Capo de Pula gibt es eine Ausgrabungsstätte, die Area archologica di Nora. Was ich vorher nicht wusste ist, dass dies 7,50 Euro Eintritt pro Person kostet und man nur mit einem Guide dort rumlaufen darf. Da uns das zu teuer war haben wir uns mit einem kleinen Strandspaziergang begnügt uns sind recht zügig doch wieder in den Ort gefahren.

Pula selbst ist ein charmantes Dorf mit verwinkelten Gassen und alten Patrizierhäusern. Uns haben besonders die in vielen Straßen hängenden bunten Wimpel beeindruckt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese zu einem bestimmten Anlass dort hingen oder immer dort vorhanden sind. Ausgangspunkt für die Besichtigung der Stadt war für uns der Parkplatz an der Stadtverwaltung Commune di Pula. Der Parkplatz kostet lediglich 0,30 Euro die Stunde und befindet und ist ein zentraler Ausgangspunkt um das Dorf zu Fuß zu besichtigen.

Bei unserem Besuch der kleinen Gassen zeigte sich leider wieder, dass nur wenige Läden auf hatten und das kleine Städtchen sehr verschlafen wirkte. Das Leben kehrt anscheinend erst so richtig zur Hochsaison ein, wenn auch die Touristen da sind. Falls ihr also gerne durch die kleine Ortschaften bummelt solltet ihr nicht allzu früh vor der Hauptsaison nach Sardinien fliegen.

Chia

Nach dem wir durch die paar offenen Geschäfte gestöbert sind ging es weiter richtig Chia. Chia besticht durch seine wunderschönen Strände und die zum Teil 30 Meter hohen Sanddünen. Auch gibt es in Chia einige vorgelagerte Salzseen , wo wir endlich die Chance hatten die Flamingos aus der Nähe zu betrachten.

Wir haben hierzu an der Einfahrt zum Spiaggia du Monte geparkt und konnten am Rand des Sees entlang laufen bis wir einen guten Blick hatten um einige Fotos zu machen. Danach ging es weiter zum Spiaggia de su Guided. Geparkt haben wir hier auf dem Parkplatz der neben dem Wohnwagen-Campingplatz steht. Dieser kostet für Autos 4 Euro und ist somit recht teuer. Falls ihr etwas Zeit habt könnt ihr auch versuchen auf der anderen Seite des Salzsees einen günstigeren Parkplatz zu finden. Für uns war es aber wichtiger schnell an den Strand zu kommen. Vom Parkplatz aus sind es noch ca. 5 Minuten zu Fuß bis zum Strand. Am Spaggia di su Guided befindet sich auf der einen Seite des weißen Strandes das wunderschöne Meer mit Blick auf die davor liegenden Inseln und auf der anderen Seite ein Salzsee in dem wir auch ein paar Flamingos entdeckt haben. An diesem wunderschönen Strand konnten wir erstmal ein paar Sonnenstrahlen genießen und uns eine Pause gönnen.

Portoscuso per Küstenstraße SP71

Diese Pause hat allerdings dafür gesorgt, das wir unser letztes Ziel für diesen Tag nicht mehr erreicht haben. Eigentlich wollten wir noch zum Capo di Malfantano und die herrliche Aussicht dort genießen. Da wir jedoch noch 1,5 Stunden bis nach Portoscuso fahren mussten, hatten wir hierfür keine Zeit mehr.

Entschädigt wurden wir aber mit dem tollen Ausblick, den wir auf der Fahrt über die SP71 entlang der Küste genießen konnten. Hier kommt man an so vielen schönen Stränden und Aussichtpunkten vorbei, so dass wir am liebsten alle paar Minuten angehalten hätten. Wenn ihr also im Südwesten unterwegs seid nehmt auf jeden Fall die Küstenstraße.

Das komplette Gegenteil haben wir dann bei der Einfahrt nach Portoscuso erlebt. Ich hatte bei meiner Planung den Ort nicht genau recherchiert. Ich wollte einfach einen guten Ausgangspunkt im Westen von Sardinien für weitere Ausflüge finden…so sind wir in Portocuso gelandet. Portoscuso besticht leider nicht mit dem Charme eines kleinen sardinischen Ortes. Vielmehr handelt es sich um eine recht große Stadt mit einem noch größeren Industriegebiet.

Glück hatten wir dann aber dennoch mit der Auswahl unseres B&B Le Ginsestre. Dieses lag in der Nähe des Strandes mit Ausblick auf das Meer und ohne Blick auf die Industrienlagen. Geärgert habe ich mich trotzdem ein bißchen, dass mir das vorher entgangen ist. Naja, der erste Abend mit Foccacia, Oliven, Tomaten, Erdbeeren und einem Bier auf unserem Balkom mit Blick auf den Sonnenuntergang war trotzdem sehr schön.

Tag 3 – Sant Antioco in der Nebensaison

Unseren dritten Tag haben wir auf Sant Antioco verbracht. Sant Antioco ist die zweitgrößte Insel Sardiniens und über eine Brücke mit dem Festland Sardiniens verbunden. Von Portoscuso aus kann man Sant Antioco in ca. 25 Minuten mit dem Auto erreichen. Auch hier zeigte sich, dass sich ein Besuch außerhalb der Hauptsaison eigentlich nicht lohnt. Viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt hatten geschlossen und konnten lediglich von außen bzw. aus der Ferne besichtigt werden. Also haben wir uns nicht lange dort aufgehalten und sind weiter in den zweiten größeren Ort der Halbinsel, nach Calasetta, gefahren. Auch Calasetta wirkte sehr ausgestorben und nur mit Mühe konnten wir ein offenes Café für eine Pause finden. Danach ging es der Google Maps Karte nach weiter zu den einzelnen Stränden und Felsenklippen.

Bei den Stränden im Süden und Westen muss ich leider sagen, dass ich diese nicht besonders ansprechend fand, die Strände waren voller vertrockneter Algen und Müll. Ich gehe davon aus, dass diese zur Hauptsaison regelmäßig gereinigt werden. Anders kann ich mir die guten Bewertungen online nicht erklären.

Schön fanden wir hingegen die Klippen am Nido dei Passeri. Hier hat man einen tollen Ausblick auf die Insel San Pietro und kann die Felsen entlang spazieren. Das war definitiv unser Highlight auf Sant Antioco.

Danach wollten wir die Halbinsel eigentlich weiter umrunden, ab der Cala Lunga war jedoch die Straße gesperrt, so dass wir quer über die Insel zurückfahren mussten. Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir von Sant Antioco aus noch einen kurzen Abstecher nach Porto Pino an den Strand gemacht. Der Strand von Porto Pino liegt in einer größeren Bucht, wodurch es hier angenehm windstill ist und man es auch bei nicht so warmen Temperaturen gut aushalten kann. Falls ihr dort in der Nähe seid, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Da in unserem Fall schon wieder die Regenwolken in Anmarsch waren, haben wir uns leider nicht so lange dort aufgehalten und sind innerhalb von ca. 45 Minuten wieder zurück nach Portocusco gefahren. Auch wenn Portocusco mich nicht unbedingt überzeugen konnte hat der Ort einen schönen kleinen Strand an dem man gut spazieren gehen kann. Genau so verbrachten wir dann noch unseren letzten Abend bevor es am nächsten Tag weiter in den Nordosten der Insel gehen sollte.

Tag 4 – Grotte di su Manna

Tag 4 begrüßte uns, wie sollte es auch anders sein, mit Regenwolken. Naja…da an diesem Tag mindestens noch 3-4 Stunden im Auto auf dem Plan standen war das ausnahmsweise mal nicht so schlimm. Unser geplanter Zwischenstop in Iglesias ist aber wortwörtlich ins Wasser gefallen, so dass wir als Alternative einen Besuch der Grotta di su Mannau unternahmen.

Grotta di su Mannau

Von Iglesias aus dauert es ca. 45 Minuten bis man an der in der Bergen liegenden Grotte ist. Die Fahrt dort hin verläuft in ständigen Serpentinen bergauf und bergab durch das Terras Nieddas Bergmassiv.

An der Grotte stehen mehrere, kostenlose Parkplätze zu Verfügung und mit Getränken von der Bar kann man die Wartezeit bis zur Führung überbrücken. Der Eintrittspreis zur Grotte beträgt 10 Euro pro Person, die Führung beginnt alle 1,5 Stunden. Die Grotta di su Mannau ist eine insgesamt 8200 m lange Tropfsteinhöhle, die teilweise für den Tourismus erschlossen ist. Die Tropfsteinhöhle hat bis zu 30 m hohe Säle, durch die stählerne Wege und Treppen führen, die man mit einem Guide besichtigen kann.

Die Führung an sich dauert ca. 50 Minuten. Während unserer Führung wurden die Erklärungen zu den einzelnen Bereichen lediglich in französisch erzählt. Für uns gab es eine Mappe mit den Erklärungen in Englisch. In Deutsch standen diese leider nicht zur Verfügung. Es lohnt sich definitiv an der Führung teilzunehmen. Wir fanden die Grotte mit ihren Stalaktiten und Stalakniten sehr beeindruckend.

Anreise Cala Gonone

Von der Grotte aus ging es innerhalb von ca. 3 Stunden (ca. 216 km) quer über die Insel nach Cala Gonone. Der Ort ist nur über eine beeindruckende, kurvige Straße zu erreichen. Das ehemalige kleine Fischerdorf ist inzwischen ein Touristenort, in dem es hauptsächlich Hotels, Bars, Restaurants und Souvenirläden gibt. In der Hauptsaison wird es hier mit Sicherheit überlaufen sein. Anfang Mai kann man jedoch in Ruhe durch die kleinen Gassen und am Strand entlang bummeln. Der Strand von Cala Gonone ist ein leicht rötlicher Kieselstrand. Dies gepaart mit dem türkisblauen Meer und dem Gebirge im Hintergrund ergibt ein wunderschönes Panorama.

Den Abend haben wir mit einem kleinen Spaziergang verbracht, bevor wir in der Pizzeria Zio Pedrillo essen waren. Das kleine Restaurant liegt zwar nicht an der Promenade ist dafür aber um einiges günstiger und bietet sehr leckeres Essen.

Übernachtet haben wir in Cala Gonone im Palmasera B&B. Dies liegt auf dem Gelände des dazu gehörenden Campingplatzes. Wir fanden das kleine B&B sehr schön. Die Zimmer waren modern eingerichtet, das Personal war sehr freundlich und das Frühstück umfangreich. Von dem Hotel aus läuft man keine 10 Minuten bis zum Strand.

Tag 5 – Schluchtenwanderung Gola di Goruppu

Für unseren fünften Tag auf Sardinien hatten wir uns eine Wanderung im Supramonte Gebirge rausgesucht…die Wanderung zur Gola di Goruppu. Die Gola di Goruppu ist eine Schlucht in den Provinzen Ogliastra und Nuoro. Die Schlucht wurde vom Fluss Riu Fiumineddu gebildet und ist von bis zu 500 Meter hohen Wänden umgeben. Der Parkplatz zur Schlucht befindet sich ca. 30 Minuten per Auto von Cala Gonone entfernt. Die Anfahrt an sich ist schon ein Highlight, da man immer wieder einen tollen Ausblick auf das Supramonte Gebirge hat.

Die Parkgebühr beläuft sich auf 4 Euro für einen halben (7-13 Uhr) Tag und 6 Euro für einen ganzen Tag. Vom Parkplatz aus geht man rechts die Straße hinab und über die Betonbrücke. Danach startet der Wanderweg auf der linken Seite. Der Beginn des Wanderweges ist mit einer Übersichtstafel gekennzeicht. Der Weg danach immer wieder farblich rot-weiß markiert. Die Wanderung bis zum Eingang der Gola di Goruppu dauert ca. 1,5-2 Stunden. Der ca. 7 km lange Weg führt durch Wälder und immer wieder am Fluss Riu Flumineddu entlang. Die Wanderung bis zum Eingang der Schlucht ist sehr einfach und von Jung und Alt zu meistern.

Am Eingang zur Schlucht ist ein kleiner Pavillon aufgebaut, in dem ein Guide wartet. Hier muss man nochmal 5 Euro pro Person bezahlen um die Schlucht zu betreten. Der Guide erklärt zu Beginn etwas über die Strecke, die in drei Abschnitte eingeteilt ist, und über die dort vorhandene Flora und Fauna. Die ersten zwei Abschnitte sind für Anfänger geeignet. Der dritte Abschnitt ist nur etwas für erfahrene Wanderer und Kletterer.

Nach der Einführung durch den Guide kann die Wanderung, die man ohne Guide macht, beginnen. Der Weg führt dabei immer wieder über große Felsen entlang der immer enger werdenden Schlucht. Die Schlucht wird dabei von senkrechten, teilweise überhängenden Kalksteinwänden gebildet. In der Mitte der Schlucht verläuft der Fluss, der im Sommer wohl fast ausgetrocknet ist. Als wir im Mai dort waren stand das Wasser so hoch, dass wir um zum zweiten Abschnitt zu gelangen, durch knietiefes Wasser waten mussten. Da wir nicht darauf vorbereitet waren und unserer Hosen nicht weit genug hochkrempeln konnten, sind wir nach der Flussdurchquerung mit nassen Hosen weitergewandert. Nehmt am besten Wandersandalen oder Wasserschuhe mit. Barfuß den Fluss zu durchqueren ist aufgrund der spitzen Kieselsteine nicht gerade angenehm. Das Ende des zweiten Abschnittes erreichten wir nach ca. 20 Minuten. Der dritte Abschnitt der Schlucht war von noch tieferen Wasser abgetrennt, so dass man hätte schwimmen müssen. Da das Wasser sehr kalt und es an diesem Tag zudem noch regnerisch war, sind wir nicht bis zum dritten Abschnitt gekommen. Für uns hieß es an dieser Stelle als umkehren und zurückwandern.

Aber auch so war die Wanderung ein echtes Highlight, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Da die Wanderung sehr berühmt ist sollte man so früh wie möglich starten um die Atmosphäre der Schlucht ohne viele anderer Leute auf sich wirken zu lassen.

Nach unserer Wanderung ging es zurück zum Hotel um dort eine kleine Pause einzulegen. Den Abend verbrachten wir schließlich indem wir zuerst durch die vielen Souvenirläden gebummelt sind. Danach gab es noch ein hervorragendes Abendessen im Restaurant Favoritana mit Ausblick auf den Strand und das Meer. Das Restaurant Favoritana war etwas teuerer als das Zio Pedrillo. Dafür bekamen wir kostenlos Prosecco, Oliven, Focaccia und eine wunderschöne Aussicht….genau so wie man es sich im Urlaub vorstellt.

Tag 6 – Cala Gonone Strand und Küstenspaziergang

An Tag 6 unseres Urlaubes auf Sardinien waren wir sehr faul. Den halben Tag haben wir am Strand gelegen und das schöne Wetter und Eis aus der Gelateria Fancello genossen. Da wir später aber doch noch den Drang nach etwas Bewegung hatten sind wir Richtung Cala Fulili gelaufen. Das erste Stück kann man über den Strand zurücklegen, bevor man auf die Hauptstraße abbiegen muss. Von der Hauptstraße aus gehen immer wieder Wege zu kleine Buchten hinunter, an denen man das türkisblaue Meer ganz alleine genießen kann. So kam es auch, dass wir recht viel Zeit während des Spazierganges vertrödelten und spätestens als sich unserer Mägen mit einem Knurren meldeten wieder Richtung Cala Gonone umkehrten. Der Spaziergang hat jedoch dazu geführt, dass ich mich Abends noch etwas genauer mit der Strecke auseinandergesetzt habe und diese für den nächsten Tag nochmal auf unserem Plan gelandet ist.

Tag 7 – Grotto del Bue Marino und Villasimius

Meine Recherche am Vorabend zeigte, dass man über die Hauptstraße entlang der Küste bis zur Bucht Cala Fulili fahren kann. Dort endet die Straße, so dass man dort parken muss. Vom Ende der Straße aus führt ein Wanderweg erstmal steil bergab bis man auf Meereshöhe ist. Geht man nun links kommt man zur Bucht Cala Fulili und kann den Tag am Strand genießen. Wer noch weiter wandern möchte kann gegenüber direkt wieder steil bergauf gehen. Der Wanderweg entlang der Küste und der Klippen führt als erstes zu einem Zugang zur Grotto del Bue Marino. Den letzen Abschnitt zur Grotte geht es steil zwischen den Felswänden bergab bis man zu einer Treppe gelangt. Die Stahltreppe führt weiter hinunter und dann an der Aussenseite der Klippe entlang bis zum Eingang der Grotto del Bue Marino. Die Höhle ist recht klein. Man kann die Höhle theoretisch noch weiter betreten, als wir dort waren, war die eigentliche Höhle jedoch geschlossen.

Da für uns die Zeit an diesem Tag knapp wurde mussten wir an dieser Stelle leider schon den Rückweg antreten. Wer mehr Zeit hat kann die Wanderung jedoch noch fortsetzen. Sobald man wieder auf dem Hauptweg ist kann man an der Küste weiterwandern zu einem weiteren Zugang zur Grotta del Bue Marino. Wenn man dann noch nicht genug hat kann man sogar bis zur Cala Luna wandern. Die Buchten werden auch regelmäßig von Booten von Cala Gonone aus angesteuert. Man kann also zur Cala Luna hinwandern und am nachmittag per Boot zurück nach Cala Gonone fahren.

Anreise Villasimius

Da wir noch eine langen Rückweg vor uns hatten konnte wir leider nicht mehr zur Cala Luna wandern und mussten stattdessen zurück zum Auto. Von Cala Gonone aus ging es innerhalb von ca. 3 Stunden bis nach Villasimius. Die ersten 30 Kilometern führten am Gipfel des Supramonte Gebirges entlang mit einer kontinuierlich spektakulären Aussicht. Auch danach konnte man auf dem kompletten Weg bis Villasimius die schöne Aussicht genießen, so dass die 3 stündige Autofahrt auch etwas Schönes hatte.

In Villasimus haben wir unseren letzten nachmittag mit Eis essen, bummeln und einem Spaziergang zum Strand verbracht. Villasimius ist eine kleine sardische Gemeinde im Süden von Sardinien, die sich im Laufe der Zeit zu einem Touristenort entwickelt hat. Dies liegt mit Sicherheit auch an dem kilometerlangen wunderschönen Sandstrand vor Villasimius. Hier konnten wir nochmal die Füsse in das leider noch sehr kalte Meer halten bevor es innerhalb von einer Stunde weiter Richtung Cagliari ging.

In Cagliari verbrachten wir unseren letzten Abend bei einer leckeren, italienischen Pizza bevor es früh am nächsten Morgen zurück nach Hause ging.

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