Ibiza

Das Atlantis von Ibiza (Sa Pedrera) 

By on 12. October 2017

Der Weg zum sagenumwobenen Atlantis beginnt dort, wo auch der Pfad zum Aussichtspunkt zur Isla de es Vedra (dieser befindet sich hier) seinen Ausgangspunkt hat. Der Weg dorthin ist aber leider um einiges beschwerlicher! Aber dazu später mehr.

Man kann diese kurze Wanderung zwar nicht mehr als wirklichen Geheimtipp bezeichnen, dafür haben wir Ende Oktober doch noch zu viele andere Touris dort gesehen, aber zumindest scheint es (noch) so unbekannt zu sein, dass es nicht allzu viele Berichte darüber im Netz zu finden gibt. Fotos, die uns extrem neugierig machten, haben wir zwar gefunden, aber nicht wirklich viele Berichte, ob sich der Weg nun wirklich lohnt. So hätten wir diese kleine Reise fast gar nicht angetreten. Und das wäre, wie wir später total verschwitzt meinten, ein großer Fehler gewesen.

Der Parkplatz für Atlantis

Nachdem man also seinen Wagen nach der ca. 600 Meter langen Buckelpiste auf einem freien Platz abgestellt hat (wer Angst um seinen Mietwagen hat sollte wohl lieber am Anfang der Piste parken) geht man statt geradeaus (wo es zum Aussichtspunkt der Vedra Insel geht) links einen kleinen Anstieg hoch (immer am Zaun entlang) und hält sich dann halb rechts bis man das Meer sieht und auf der rechten Seite den senkrecht abfallenden Felsen, der gerne von Kletteren bestiegen wird.

Welchen Weg soll hinab man gehen?

Nun gibt es mehrere Wege, die nach unten führen. Es gibt zwar Berichte über diesen oder jenen, der einige Meter kürzer sein soll, aber eigentlich führen alle zum gleichen Ziel und der einzige Unterschied unserer Meinung nach ist die Menge des losen Gerölls, der Kieselsteine und des Sands, das einem den Abstieg erschwert. Dies sollte dann auch den Weg bestimmen, der einen nach unten führt: welche Abzweigung bietet weniger Wurzeln, die überstiegen werden müssen und weniger Geröll, das einem den festen Stand nimmt. Ein Wanderstock ist also in jedem Fall ein guter Begleiter.

Der Weg war insgesamt gesehen eher beschwerlich zu gehen, da man ziemlich häufig weg- oder abrutscht. Man findet kaum einen festen Halt und ist froh wenn sich eine hervorragende Baumwurzel als Haltegriff anbietet. Festes Schuhwerk ist also auch in jedem Fall ratsam, obwohl wir es auch mit normalen Turnschuhen geschafft haben.

Abwechslung bietet beim Abstieg immer der wunderbare Blick auf das türkis schimmernde Meer und die rot-bräunlich strahlende Felsenlandschaft.

Das letzte Stück des steilen Weges besteht dann quasi nur noch aus losem Sand, der abwärts naturgemäß viel einfacher zu bezwingen ist als wieder hinauf.

Endlich unten angekommen

Unten angekommen offenbart sich einem die Einzigartigkeit dieses Ortes. Das in Schichten abgebaute Baumaterial, das im 16. Jahrhundert für die Errichtung der Dat Villa Festung benötigt wurde, hat eigenartige Felsformationen entstehen lassen, die früher wohl nicht wenige Hippies zu dem Glauben veranlasst haben muss, hier das einstige Atlantis entdeckt zu haben.

Zusätzlich sind so 3 natürliche Pools entstanden, die je nach Gezeitengang mehr oder weniger gefüllt sind.

Von früheren Besuchern wurden dann noch Grafitis und in den Fels geritzte Botschaften hinterlassen.

Tipp: Früh starten (nicht nur wegen der Hitze)

Wir konnten uns an diesem Anblick gar nicht satt sehen und hatten ihn zu anfangs sogar komplett für uns. Wir sind gegen 9 Uhr angekommen hatten das komplette Atlantis circa eine halbe Stunde für uns allein. Als wir uns gegen 11 Uhr wieder auf den Rückweg machten waren schon einige Dutzend andere Touris angekommen und nahmen dem dem Ort etwas den Zauber.

Der Rückweg

Dass der Rückweg mit dem sandigen Teil beginnt freute uns natürlich besonders und lässt einen wieder bewusst werden wie viel Schweiß doch manchmal für ein unvergessliches Erlebnis nötig ist. Im mittleren Teil des Weges gibt es dank einiger größerer Büsche bzw kleinerer Bäume vereinzelt Gelegenheit im Schatten auszuruhen. Nach ca 45 Minuten (inklusive einiger kleiner Pausen) hatten wir es dann aber auch geschafft.

Atlantis Ibiza (Blick zur Isla de es Vedra)

Das Wichtigste in Kürze

Die Wanderung bietet eine tolle Abwechslung zum Strand und anderen landschaftlichen Highlights von Ibiza. Wer gut zu Fuß ist und eine kleine Anstrengung nicht scheut, der wird von der Aussicht und der geradezu mystischen Atmosphäre nicht enttäuscht werden.

Tipps:

  • Wir haben für den Abstieg etwa 30 Minuten gebraucht. Für den steilen  Rückweg erwartungsgemäß etwas mehr.
  • Der Weg ist für jeden halbwegs fitten Menschen machbar.
  • Nehmt auf jeden Fall genügend Getränke mit
  • Kommt früh morgens, um dem Ansturm und der Hitze zu entgehen (Alternativ am späten Nachmittag kommen und dann den Sonnenuntergang am benachbarten Es Vedra Aussichtspunkt genießen)
  • Nehmt einen Wanderstock mit oder “leiht” euch einen aus der Natur
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Sabrina & Andreas
Germany

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