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Dschungel Trekking in Ketambe | Bei den Orang-Utans auf Sumatra

By on 3. Dezember 2018

Da hing er plötzlich ganz oben im Baum. Ein Orang-Utan! Unser rotbrauner, haariger Verwandter hangelte sich friedfertig von Ast zu Ast und ließ sich dabei von uns in keinster Weise stören. Dass wir diese so lang ersehnte Begegnung schon an unserem ersten Abend und dann noch in der direkten Umgebung unseres Guesthouses erleben durften, machte das Ganze noch aufregender.

Aber mal zurück zum Anfang: Unser Dschungel Trekking haben wir wohlüberlegt nicht in Bukit Lawang gestartet, sondern sind dafür weiter bis nach Ketambe gefahren. Warum wir uns so entschieden haben, was wir im Dschungel erlebt haben und wie man überhaupt nach Ketambe kommt möchten wir Euch in diesem Artikel gerne erzählen.

Orang Utans im Gunung Leuser Nationalpark

Unsere rotbraunen Verwandten aus dem Affenreich sind wohl der Hauptgrund für die meisten Touristen, um in den Gunung Leuser Nationalpark zu fahren. Wilde Orang Utans gibt es nämlich nur noch auf 2 Inseln auf dieser Welt und beide gehören zu Indonesien: Sumatra und Borneo. In Sumatra sind die Menschenaffen im Nationalpark Gunung Leuser in Ihrem natürlichen Lebensraum vor übermäßigem Eingriff der Menschen geschützt. Der Nationalpark ist knapp 9.000 km² groß und gehört damit zu den größten Naturreservaten Indonesiens. Der zum UNESCO-Welterbe gehörende Park ist ein wichtiger Rückzugsort für viele bedrohte Tierarten. Neben den Orang Utans gehören unter anderem auch der Sumatra-Tiger und das Sumatra-Nashorn dazu.

Die Lebensräume der Orang Utans sind durch die Rodung der Regenwälder für Palmöl-Plantagen (WDR Quarks Reportage) und durch illegale Wilderei stark bedroht. Dies macht einen geschützten Lebensraum für die bedrohten Menschenaffen umso wichtiger. Circa 14.000 Tiere werden noch auf Sumatra vermutet, davon leben ca. 75% im Gunung Leuser Nationalpark. Der Park leistet damit einen entscheidenden Beitrag diese Zahl zukünftig zu erhöhen.

Unsere Erlebnisse während des Dschungel Trekkings

Nach ca. 7-stündiger Autofahrt von Medan aus kamen wir gegen 17 Uhr in unserer Unterkunft an. Direkt nach unserer Ankunft packte uns die Abenteuerlust und wir bezogen schnell unser Zimmer, warfen unsere Rucksäcke in die Ecke und wollten raus in die Natur, um die letzten Stunden Tageslicht für eine kleine Erkundung zu nutzen. Vielleicht haben wir ja Glück und sehen schon was umwerfendes, dachten wir uns.

Da unsere Unterkunft (das Leuser Ketambe Guesthouse – dazu unten mehr) direkt im Dschungel und am, durch den Park verlaufenden Fluss liegt, war der Start unserer Wanderung sehr einfach. Wir gingen zuerst in Richtung Fluss und dann eine kleine Anhöhe hoch. Plötzlich raschelte es über uns. Sofort guckte Sabrina nach oben. War da was? Oder war es nur der Wind? Da blitzte etwas rotbraunes, felliges ganz oben am Baum auf und uns wurde schnell klar: Das muss ein Orang-Utan sein!

Wir dachten nur: Wow! Direkt am ersten Tag unser erster Orang Utan. Was wir für ein Glück haben! Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Schossen schnell ein paar Fotos und als er nach einigen Minuten aus unserem Sichtfeld verschwand setzten wir unsere Wanderung fort. Oben an der Straße angekommen machten wir uns langsam auf den Rückweg, da es schon anfing zu dämmern.
Direkt neben der Straße machten noch einige Makaken lautstark auf sich aufmerksam. So gingen wir sehr zufrieden zurück zum Guesthouse und beendeten den Tag mit einem leckeren Abendessen.

Am nächsten Morgen ging es nach unserem Frühstück gegen 9 Uhr los zu unserem ersten Trekking-Tag. Nachdem wir die Straße überquert hatten ging es hinein in den Dschungel. Die erste Zeit hörte man noch vereinzelt die an der Straße vorbeifahrenden Autos, aber nach und nach überwogen die Geräusche des Regenwalds. Das Rauschen der Blätter, vereinzelt vorbeifliegende Vögel und das rasch fließende Wasser des Flusses dem wir uns näherten. Auf unserer Wanderung ging es beständig auf und ab, immer leicht ausgetrampelten Pfaden folgend.

Wenn der Guide Orang-Utans erblickte, reckten wir unsere Kopfe in den Nacken und bewunderten die über uns herum turnenden Affen. Die Wanderung an sich war wegen der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit ziemlich anstregend. Da wir sehr viel gelaufen sind, hatten wir leider viel zu wenig Zeit, um die wunderschöne Natur zu bewundern. Man muss ständig auf seine Füße gucken, um nicht zu stolpern, und hat deswegen den Blick viel zu selten frei, um ihn schweifen zu lassen.

Gegen Mittag machten wir an einem provisorischen Camp direkt am Fluss Mittagspause. Wir aßen mit großem Hunger Fried Noodles und freuten uns unseren Beinen eine kurze Paus zu gönnen. Auch ein erfrischendes Bad im kühlen Fluss ließen wir uns nicht nehmen. Nach dem Mittag ging die Wanderung weiter in Richtung eines anderen Camps, wo wir ein ausführliches Abendessen bekamen und auch übernachtet haben. Auf dem Weg dorthin mussten wir den Fluss überqueren. In der Trockenzeit mag dies vielleicht nicht so schwierig sein, in der Regenzeit ist das Ganze aber doch schon etwas abenteuerlicher. Gute Schwimmschuhe wären hier sehr hilfreich gewesen, denn man musste sehr vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzen, um nicht im Fluss zu landen.

Heiße Quellen

Das Besondere an unserem Übernachtungs-Camp waren die heißen Quellen, die sich nur unweit unseres Camps in den Fluss ergießen. Hier fließt fast kochend heißes Wasser aus dem Boden direkt in den Fluss. Durch den nach schwefel riechenden Nebel sieht man einigen Stellen sogar das Wasser vor lauter Hitze blubbern. Wenn ihr an der falschen Stelle ins Wasser geht, verbrüht ihr Euch die Füße! Also Vorsicht! Wenn ihr aber an der richtigen Stelle ins Wasser geht könnt ihr quasi ein heißes und entspannendes Bad nehmen.

Wir haben wirklich mehrere Stunden in den Hot Springs verbracht und empfanden es nach den stundenlangen und schweißtreibenden Wanderungen als super Erholung.

Die Nächte im Dschungel

Die Übernachtung im Camp war für uns leider alles andere als erholsam. Wir hatten die Wahl auf ziemlich dünnen Isomatten in einem provisorischen Zelt oder in Hängematten zu schlafen. Die Hängematten schienen uns da die komfortablere Möglichkeit zu sein. Auch wenn unsere Hängematten unter einer provisorischen Plastikplane schon etwas sehr idyllisches hatten, so war die Nacht darin leider eher unbequem und auch kalt. Wir hatten zwar dünne Seidenschlafsäcke dabei und nachts wird es auch nicht wirklich kalt (schätzungsweise 20 Grad), aber trotzdem haben wir gefroren und konnten uns daher nicht wirklich gut erholen. Als es hell wurde haben wir uns als allererstes wieder in die heißen Quellen gelegt und uns aufgewärmt!

Wir würden Euch empfehlen Euch zumindest gute Schlafsäcke zu organisieren oder, wenn ihr im Zelt schlafen wollt, gute Isomatten mitzunehmen. Der Boden im Regenwald kann ganz schön hart sein.

Nach einem ausführlichen Frühstück am nächsten Morgen ging unsere Wanderung weiter. Wir gingen zuerst zum Camp des vorherigen Tages zurück, um dort noch eine kurze Mittagspause zu machen. Da wir danach einen anderen Weg zurück zum Guesthouse nehmen wollten, mussten wir erneut den Fluss überqueren. Diesmal liefen wir aber nicht direkt durch den Fluss, sondern balancierten auf einen umgekippten Baumstamm über den Fluss. Das war eine ganz schön rutschige Angelegenheit und unser Guide nahm dafür nicht nur unsere Rucksäcke, sondern hielt auch unsere Hand, damit wir nicht unterwegs runterfielen.

Während der zwei Tage im Dschungel werdet ihr also viel laufen und dabei natürlich immer nach Orang-Utans, anderen Affen, verrückten Insekten oder wunderlichen Pflanzen Ausschau halten. Dabei haltet ihr Euch die ganze Zeit in der Nähe des Flusses auf und überquert ihn – wie oben beschrieben – sogar mehrmals.

Da die Orang Utans in Ketambe wirklich wild sind, ist es vom Zufall oder auch dem Geschick Eures Guides abhängig, ob und wie viele Orang-Utans ihr sehen werdet. Wir hatten so am ersten Tag unseres Trekkings schon 2 Begegnungen mit ihnen, am zweiten Tag aber leider keine mehr. Dafür haben wir aber Makaken und viele interessante Insekten und Bäume gesehen.

Gepäck

Während der Wanderung habt ihr nur Eure persönlichen Sachen (Kamera, Wechselklamotten, Wasser etc.) dabei während Euer Guide bzw. der Träger die restlichen Dinge wie Lebensmittel, Kochgeschirr und Isomatten mit sich rum trägt. Ihr könnt zwar auch darauf verzichten selbst Wasser mit Euch zu schleppen, dann müsst ihr aber abgekochtes Wasser aus dem Fluss trinken und das solltet ihr Euch lieber ersparen. Der Geschmack soll nicht so berauschend sein.

Blutegel

Im Regenwald gibt es leider auch eine große Anzahl von den blutrünstigen Plagegeistern. Und diese leben nicht, wie ich es vermutet hatte, im Wasser, sondern befallen Euch, quasi wie Zecken bei uns, aus dem Gebüsch oder von Bäumen aus. Wir haben dazu von unserem Guide Überzieher für unsere Socken bekommen, die fast bis zu den Knien reichten. Diese sollen verhindern, dass sich die kleinen Biester unbemerkt an Eure Füße saugen können. Trotzdem ist es uns mehrfach passiert, dass wir einen Blutegel an der Hand, am Hals, Rücken oder Bauch hatten. Vorsicht ist also geboten. Denn wenn sich ein Blutegel richtig an Eurer Haut fest saugen konnte – dafür reichen schon ein paar Minuten – dann geht er nicht nur schwer wieder ab, sondern hinterlässt auch eine Wunde, die lange Zeit nicht aufhört zu bluten. Nehmt Euch also auch genügend Pflaster mit.

Bukit Lawang oder Ketambe? Was sind die Unterschiede?

Wenn man nach Orang Utans in Sumatra recherchiert, stößt man unweigerlich auf Bukit Lawang. Dieser Ort zieht die meisten Touristen an, die Orang-Utans in freier Wildbahn besuchen wollen. Das mag daran liegen, dass man dort fast schon eine Orang Utan-Garantie hat und unsere haarigen Verwandten sogar aus nächster Nähe betrachten kann.

Insgesamt liegt dies an 2 Gründen:

  1. Die Orang-Utans in Bukit Lawang sind zum Teil ausgewildert und daher nicht wirklich „wild“
  2. Viele Guides füttern die Orang Utans und machen sie damit noch zutraulicher

Uns hat das aber eher abgeschreckt. Auch wenn es verlockend erscheint, die Menschenaffen wirklich aus nächster Nähe sehen zu können und sogar mit ihnen zu interagieren. Wir sind nach langer Überlegung zu dem Entschluss gekommen, dass wir dieses einmalige Erlebnis lieber in einer authentischen und möglichst natürlichen und artgerechten Umgebung erfahren möchten.

Die Atmosphäre in Bukit Lawang hatte für uns nach langer Recherche von Blog-Artikeln und Youtube-Videos zu sehr einen „zoo-artigen“ Charakter. Wenn wir schon so ein once-in-a-lifetime Erlebnis planen, dann wollen wir keine Garantie haben auch wirklich einen Orang-Utan zu sehen, sondern es soll von Glück und Zufall abhängen. Ich finde nur dann kann man sich wirklich darüber freuen und weiß das Erlebte zu schätzen.
Auch die höhere Besucherzahl in Bukit Lawang hat unsere Entscheidung beeinflusst. Die Vorstellung auf unserer Wanderung durch den Regenwald unzähligen anderen Touristen zu begegnen, entsprach nicht ganz unserem Bild eines einmaligen Dschungel-Abenteuers.

Daher haben wir uns gegen Bukit Lawang entschieden und sind nach weiterer Recherche auf Ketambe gestoßen. Dieser kleine Ort liegt etwas weiter nördlich, unweit der Stadt Kutacane.

Ketambe ist touristisch weit weniger erschlossen als Bukit Lawang und es ist leider auch um einiges aufwändiger dorthin zu gelangen.

Belohnt wird man dann aber mit einem viel authentischeren Erlebnis. In Ketambe werden die Menschenaffen von den Guides nicht gefüttert und, was für uns viel wichtiger war, die Orang-Utans sind wirklich wild und nicht ausgewildert. Dies bedeutet, dass sie Menschen nicht gewöhnt sind und daher auch keinen Kontakt zu Ihnen suchen (Als Gegenbeispiel sucht hierfür mal nach „Bukit Lawang Mina“ auf Youtube).

Wenn Ihr also auch eine natürliche Begegnung mit Orang-Utans haben wollt und diese Begegnung nicht mit vielen weiteren Touristen teilen wollt und keinen Guide wollt, die an Menschen gewöhnte Tiere füttern, dann solltet ihr Euch auch für Ketambe entscheiden.

Falls ihr aber keine allzu beschwerliche Anfahrt und quasi eine „Garantie“ auf eine Begegnung mit unseren affigen Verwandten haben wollt, dann solltet ihr nach Bukit Lanwang fahren.

Zusammengefasst ergeben sich für uns die folgenden Vor- und Nachteile:

Vor- und Nachteile Bukit Lawang

Vorteile

  • Leichtere Anreise
  • Man sieht garantiert Orang-Utans

Nachteile

  • Viele andere Touristen
  • Orang Utans sind nicht wirklich wild, sondern „nur“ ausgewildert
  • Viele Guides füttern die Menschenaffen

Vor- und Nachteile Ketambe

Vorteile

  • Viel authentischer und natürlicher
  • Weniger andere Touristen
  • Orang-Utans sind wirklich wild und werden nicht von Guides gefüttert
  • Man kann sich ein wenig wie Indiana Jones im Dschungel fühlen

Nachteile

  • Viel längere Anfahrt
  • Keine Garantie auch wirklich einen Orang-Utan zu sehen

Wie komme ich nach Ketambe?

Die beschwerliche Anreise in den Regenwald.

Ausgangspunkt einer Reise nach Ketambe ist (wie auch bei Bukit Lawang) die Großstadt Medan im Osten von Sumatra. Es gibt aber auch eine Möglichkeit von Banda Aceh anzureisen.

Generell ist es recht aufwändig nach Ketambe zu kommen und man kann aus folgenden Transportmitteln wählen:

  • Private Car bzw. Taxi | schnell & teuer
  • Public Bus | günstig & langsam
  • Flugzeug | teuer, schnell & etwas umständlich

Anreise von Medan

Da Medan einen internationalen Flughafen hat, ist es relativ einfach von verschiedenen Orten Indonesiens dorthin zu gelangen.

Mit öffentlichen Bussen

Wenn man möglichst günstig nach Ketambe kommen will, dann muss man mit diversen Bussen fahren und ist ca. 8-10 Stunden unterwegs.

Vom Flughafen Medan aus muss man folgende Verbindungen nutzen:

  1. Flughafen Medan Kuala Namu Medan City | 🕘  0,5 bis 1,5 Stunden
  2. Medan City Medan Padang Bulan | 🕘 30 Minuten
  3. Medan Padang Bulan Kutacane über den Busbahnhof Berastagi | 🕘 ca 7 Stunden
  4. Kutacane Ketambe | 🕘 ca. 45 Minuten

Weitere Infos zu den einzelnen Transportmitteln findet ihr auf der folgenden Webseite: http://ketambe.com/from-medan.html

Mit dem Private Car

Viel teurer, aber auch schneller und weniger umständlich fahrt ihr mit einem Private Car (quasi ein privates Taxi). Eure Unterkunft in Ketambe oder euer Tour Guide (falls Ihr euch schon vorher einen organisiert habt: Wir können euch hier Jhony Jungle Trek empfehlen) kann euch einen privaten Fahrer organisieren, der euch vom Flughafen oder eurem Hotel abholt und in ca. 6-7h nach Ketambe bringt. Wir haben dafür 1.000.000 IDR (ca. 60€) bezahlt und fanden den Preis für 2 Personen ziemlich okay. Wenn man das Geld durch 4 Personen teilt, lohnt es sich meiner Meinung nach kaum noch den öffentlichen Bus zu benutzen. Es sei denn ihr seht die aufwändige Anreise schon als Teil des Erlebnisses.
Gerade in den ersten Stunden der Fahrt geht es in Serpentinen steil die Berge hoch. Dabei kann ein Auto seine Vorteile gut ausspielen, da Busse oftmals Probleme haben die sehr langsamen LKW zu überholen.

Mit dem Flugzeug von Banda Aceh

Hier hat man generell die gleichen Möglichkeiten (Public Bus und Private Car) wie von Medan aus. Aber es gibt zusätzlich die Besonderheit einer unregelmäßigen Flugverbindung zwischen Banda Aceh und Kutacane (ca 1h entfernt von Ketambe).

Jeden Montag und Mittwoch und jeden zweiten Samstag im Monat gibt es eine Direktverbindung von Banda Aceh nach Kutacane mit der Airline Susi Air. Diese Flüge kann man aktuell (Stand Dezember 2018) nicht online über die Webseite der Airline buchen, sondern nur per Email reservieren. Dies gilt jedoch nur für die Strecke nach Kutacane. Möchte man zurück nach Banda Aceh so muss man sich vor Ort um ein Ticket bemühen.

Weitere Infos und den Flugplan findet Ihr auf folgender Webseite: http://ketambe.com/files/SusiAir-FlightSchedule.pdf

Infos für eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Ketambe findet ihr hier: http://ketambe.com/from-banda-aceh.html

Unterkünfte in Ketambe

Es gibt nicht viele Unterkünfte in Ketambe und nur wenige sind auf Buchungsplattformen wie Booking.com gelistet. Empfehlen können wir daher die Recherche über Tripadvisor oder die Buchung über euren Tourguide.

Hier eine kleine Auswahl von Guesthouses in Ketambe:

Wir würden Euch empfehlen direkt mit den Unterkünften Kontakt aufzunehmen oder Eure Unterkunft über Euren Tourguide buchen zu lassen (siehe nächster Abschnitt).
Jede Unterkunft ist sehr gerne dabei behilflich eine Tour zu den Orang-Utans zu organisieren.

Während Eures Trekkings lasst ihr übrigens die großen Rucksäcke in der Unterkunft zurück und nehmt nur Eure Daypacks mit!

Wie buche ich eine Tour zu den Orang Utans?

Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben habt ihr zwei Möglichkeiten:

  • Ihr kontaktiert eine Unterkunft und lasst Euch von ihr ein Tour-Paket in den Dschungel schnüren
  • Oder ihr sucht Euch (z.B. bei Tripadvisor) einen Guide aus, der Euch dann gerne auch eine Unterkunft für den ersten und den letzten Tag organisiert.

Wir sind bei unserer Recherche auf Tripadvisor auf Jhony von Jhony Jungle Trek (https://www.jhonyjungletrek.com)  gestoßen. Sein Angebot und seine Bewertungen fanden wir sehr gut und so haben wir ihn kurzerhand per Whatsapp angeschrieben (unser erster Kontaktversuch per Email war leider nicht so erfolgreich.) Nach kurzem Hin und Her hatten wir alles abgeklärt und er organisierte auch unseren Transport von Medan nach Ketambe.

Vor Ort angekommen wurden wir im Leuser Ketambe Guesthouse einquartiert und packten unseren Rucksack für unser bevorstehendes Abenteuer.

Wir würden Euch empfehlen Euch bei Tripadvisor und auf den Webseiten der Anbieter schlau zu machen und mit mehreren Guides Kontakt aufzunehmen. Wenn Euch das Angebot eines Guides gefällt und auch die Chemie stimmt dann könnt ihr den Einzelheiten eurer Tour mit Eurem Guide abstimmen.

Wichtig ist, wie viele Tage ihr in den Regenwald wollt. Von 1 bis 5 Tagen (und noch viel mehr) ist alles drin. Wir wollten zunächst 3 Tage mit 2 Übernachtungen in den Dschungel, hatten aber leider aus diversen Gründen nur 2 Tage Zeit. Dies hat für uns aber auch ausgereicht. Vor allem ich fand die Wanderungen durch den extrem heißen und extrem schwülen Regenwald doch unglaublich anstrengend. Und auch die Übernachtung war alles andere als erholsam.

Welche Ausrüstung brauchst Du?

Eigentlich braucht ihr nicht viel für Eure Jungle-Trekking, den Euer Guide trägt schon viele Sachen mit sich rum und ihr wollt ja auch nicht zu viel mit Euch rumschleppen. Als wichtig haben wir aber die folgenden Sachen empfunden:

  • Gute Outdoor-Kleidung
    • Ihr werdet schwitzen und sehr dreckig werden also besorgt euch gute Klamotten. Tragt unbedingt eine lange Hose um eure Beine vor den Blutegeln zu schützen.
  • Gute geschlossene Wanderschuhe
    • Sandalen oder gar Flipflops sind hier fehl am Platz
  • Taschenlampe
    • Wichtig, wenn ihr nachts aufs „Klo“ müsst
  • Badehose
    • So könnt ihr im Fluss bzw. in den Hot Springs schwimmen
  • Schwimmschuhe
    • Mehrere Male müsst ihr den Fluss überqueren bzw. am steinigen Ufer entlang laufen. Badeschuhe finden wir für solche Aktivitäten immer sehr hilfreich
  • Eine gute Kamera mit viel Zoom
  • Klamotten zum Wechseln

Unser Fazit

Das Dschungeltrekking in Sumatra gehörte sicherlich zu den Highlights unseres Indonesienurlaubs. Wilde Orang-Utans in ihrem natürlichen Umfeld besuchen zu dürfen ist ein einmaliges Erlebnis und auch wenn wir die Menschenaffen immer nur mit einigem Abstand sehen konnten wird uns dieses Erlebnis sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Es hat eine gewisse Magie in sich seinen Kopf in den Nacken zu strecken und dabei zu wissen, dass es nicht mehr viele Orte auf der Welt gibt an denen diese Tiere ohne menschlichen Einfluss leben können. Und wer weiß, wie lange dies noch so bleiben wird. (Stichwort Palmöl-Plantagen)

Wir fanden die Erfahrung durch den Regenwald Sumatras zu wandern und dabei interessante Insekten, unbekannte Pflanzen und gigantische Bäume zu sehen unbeschreiblich. Wäre es durch die Hitze und das viele Auf und Ab nicht so anstrengend gewesen, hätten wir es sicherlich noch mehr genießen können. Aber wir sind mit unserer mangelnden Kondition sicherlich kein Maßstab.

Wollt ihr ein unvergessliches Erlebnis mit den letzten verbleibenden, wilden Orang Utans auf diesem Planeten haben, dann sollten Ihr Euch auf nach Sumatra machen. Ihr werdet es sicherlich nicht bereuen!

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