Afrika Backpacking Tansania

Sansibar | 4 Tage Erholung im Inselparadies

By on 17. Juli 2018

Nachdem wir eine anstrengende, aber super aufregende Selbstfahrer Safari im Norden Tansanias hinter uns gebracht haben, sind wir für ein paar entspannte Tage auf diese paradiesische Insel vor Ostafrikas Küste gefahren. Von Daressalam sind wir mit der Fähre hinüber gefahren und mit dem Flugzeug wieder zurück geflogen.

Die Anreise

Nachdem wir eine ganze Woche in unserem Landrover auf den staubigen Pisten Nord-Tansansias auf Safari verbracht haben, wollten wir uns – wie wohl auch die meisten anderen Urlauber- ein paar Tage Entspannung auf Sansibar gönnen. Da die Direkt-Flüge von Arusha (wo wir unseren Landrover abgegeben haben) nach Sansibar ziemlich teuer waren (knapp 200 €), haben wir uns für einen günstigeren, aber auch längeren Weg entschieden.

Wir sind von Arusha (Flughafen Kilimandscharo – JRO), der sich ca. 1h außerhalb von Arusha befindet, nach Daressalam geflogen. Dort haben wir in einem günstigen Hotel in der Nähe des Hafens geschlafen (Taxikosten vom Flughafen in die Stadt: ca 20€). Beim Hotel hatten wir vorab schon Tickets für die Fähre nach Sansibar reservieren lassen. Wir hatten nämlich gelesen, dass man die Tickets schon 24h vorher vor Ort bezahlen muss. Wenn man, so wie wir, erst am Vorabend anreist, ist das natürlich nicht zu schaffen.

Am nächsten Morgen sind wir dann wieder mit dem Taxi für ein paar Dollar zum Fährhafen gefahren. Dort sollten unsere vorab reservierten Fähr-Tickets (30$) eigentlich am Schalter bereit liegen. Dem war natürlich nicht so, also durften wir uns zwischen den teuren (50$) und den ganz teuren Tickets (60$) entscheiden.
Nach einiger Diskussion mit der nicht so netten Dame hinter dem Schalter hatten wir uns dann breitschlagen lassen und wollten dann die 50$ pro Person ausgeben.  Natürlich waren die dann nicht mehr verfügbar und es waren nur noch die ganz teuren für 60$ verfügbar. Wir hatten kurz überlegt, diese Abzocke nicht mitzumachen und erst später am Tag zu fahren, aber das hätte unsere wenige Zeit, die wir eh nur auf Sansibar haben, noch weiter reduziert. Also zahlten wir 60$ und bestiegen unsere VIP-Kabine, die auch wirklich sehr komfortabel war.

Tipps für die Fähre von Daressalam nach Sansibar

Es gibt 2 Fähranbieter von Daressalam nach Sansibar. Bei einem davon (Zanzibar Quest) kann man die Tickets auch online buchen, aber die Bewertungen im Netz sind jenseits von Gut und Böse. Und da wir unseren Urlaub nicht auf dem Grund des indischen Ozeans verbringen wollten, haben wir uns für den Anbieter entschieden, den man zwar online buchen kann (Azam Marine), aber nicht bezahlen. Die Tickets muss man 12h vorher vor Ort bezahlen.
Man kann die Tickets zwar auch direkt vor Ort buchen, aber wenn man nicht mehrere Stunden auf den nächsten freien Platz warten will (Die Fähre verkehrt um 07:00 Uhr, 09:30 Uhr, 12:30 Uhr und 15:30 Uhr) dann ist ein Buchen und Bezahlen der Tickets im Voraus sehr anzuraten.

Vor Ort gibt es unseres Wissens nach 2 Schalter, um Tickets zu kaufen (einem im Terminal und einen außerhalb) und man kann leider nur in Bar bezahlen (dafür aber auch in Dollar und Schilling gemixt). Das Fährterminal von Daressalam findet ihr hier bei Google Maps.

Sind die Taxis in Sansibar wirklich so teuer?

In Sansibar angekommen mussten wir uns erstmal in die lange Schlange der Immigration anstellen. Sansibar gehört zwar zu Tansania, aber ist irgendwie auch eine autonome Insel, so kriegt man zumindest einen weiteren Stempel in den Pass.

Im Vorhinein hatten wir schon viel über die teuren Taxi-Preise gelesen. 60$ solle eine Taxifahrt auf die gegenüberliegende Inselseite kosten. Vor Ort wurden wir auch direkt von einigen Fahren angesprochen. Diese hatten uns direkt einen günstigeren Preis genannt. Und nach einigem Verhandeln wurden wir für nur 20$ zu unserem Hotel am Jambiani Beach gefahren. Die Fahrt dauert dabei fast eine Stunde. Dies war aber wirklich ein Schnäppchenpreis. Für die Rückfahrt 5 Tage später direkt zum Flughafen hatten wir dann einen Preis von 35$ Dollar ausgemacht, was immer noch okay für die fast einstündige Fahrt ist.

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, es gibt natürlich auch einen Bus, der zur anderen Seite der Insel fährt und natürlich viel billiger ist. Wir waren aber von Fahrtzeiten bis zu 3 Stunden etwas abgeschreckt und haben uns daher für die etwas teurere Taxifahrt entschieden.

Schnorcheln, Jozani Forest und Mangrovenwald

Schon von Deutschland aus hatten wir uns eine nette Strandhütte in der Blue Reef Fishing Lodge gemietet. Diese liegt im Süden des Jambiani Strands, der sich wiederum im Süden der Insel befindet. Da es ziemlich viele Strände gibt, und dann auch noch die Ostküste und die Westküste der Insel zur Auswahl gab, mussten wir auch erstmal überlegen… Welcher Strand von Sansibar ist denn eigentlich der Beste?

Die meisten Hotels und Resorts befinden sich auf der Westküste. Dort fällt der Strand aber auch sehr, sehr flach ins Meer ab. Das bedeutet, dass ihr bei Ebbe 500-600 Meter über das Watt laufen müsst, um ins Wasser zu kommen. Und auf dem Weg zum Meer müsst ihr den Seegras-Farmen und zahlreichen Seeigeln ausweichen. Da sind gute Schwimmschuhe sehr zu empfehlen. Oder ihr bleibt einfach am Strand und wartet auf die Flut.

Auf Jambiani gibt es, bedingt durch den starken Wind, sehr viele Kitesurfer. So ist es auch möglich einen Kitesurfing-Kurs zu belegen. Dieser war uns aber mit über 300 USD etwas zu teuer. Und so haben wir uns als Ausflug am Strand mit einer Bootstour und einem Spaziergang zur Riffkante begnügt. Dieser Ausflug hat uns nur 25 Dollar gekostet und war somit um einiges günstiger. Falls ihr eine Bootstour buchen wollt müsste ihr nur am Strand spazieren gehen. Da wird man des öfteren angesprochen und kann Zeit, Preis und Umfang des Ausfluges verhandeln. Die Bootstour auf einem traditionellen Dau hat uns sehr gut gefallen. Während der Bootsfahrt kann man immer wieder die bunt leuchtenden Seesterne im glasklaren Wasser beobachten. Das Boot hält nach einiger Zeit an einer Stelle zum Schnorcheln an, wo man die Unterwasserwelt genau betrachten kann. Leider gab es im Meer vor Jambiani nicht besonders viel zu sehen. Für Schnorchel- oder auch Tauchausflüge eignet sich der Norden Sansibars bzw. die Inseln Mafia oder Mnemba daher deutlich besser. Nach der Schnorcheltour gab es noch einen Ausflug entlang der Riffkante. Hierbei wird viel zur Unterwasserwelt erklärt und man kann weitere neue Dinge entdecken. Falls ihr euch für diesen Ausflug entscheidet, zieht euch am besten lange Sachen an. Während des 3-4 stündigen Ausflug ist man kontinuierlich der prallen Sonne ausgesetzt… wir hatten die nächsten 2 Tage einen ordentlichen Sonnenbrand.

Der Sonnenbrand war auch der erste Grund weshalb wir uns in das kleine Dorf unmittelbar hinter der Hotelpromenade aufmachten. Wir benötigten dringend After Sun Lotion. Die Shops sind nur sehr klein und haben auch nur eine kleine Auswahl an Getränken, Lebensmitteln und Kosmetikartikeln. Falls ihr mehr benötigt müsst ihr in den nächstgrößeren Ort fahren. Konfrontiert wird man hier auch mit den echten Leben hinter dem Tourismus. Der Kontrast zwischen schicken Hotels und absoluter Armut könnte größer nicht sein. Insbesondere den Kindern haben wir daher immer wieder etwas zu essen, zu trinken und oder etwas Geld gegeben. Die Kinder sind uns auch am Strand immer wieder begegnet und hatten insbesondere mit unserer Drohne sehr viel Spaß.

Ein weiterer Ausflug den wir von unserem Hotel aus gemacht haben war ein Ausflug zum Jozani Forest in der Mitte der Insel. Von unserem Hotel aus haben wir ein Taxi für 10$ genommen und haben und etwas ausserhalb des Parks absetzen lassen. Die meisten Fahrer wollen direkt Geld für den Eintritt kassieren. Das lässt sich jedoch umgehen, wenn man sich ein ganzes Stück vor dem Park absetzen lässt und zu Fuß in dem Jozani geht. Wir haben uns einerseits einfach einer Reisegruppe angeschlossen und sind andererseits auch teilweise alleine durch den Wald gelaufen.  Auf der Seite mit den Hütten und Toiletten kann man durch den Urwald laufen und die Pflanzen und Bäume betrachten. Man muss zwar eigentlich Eintritt bezahlen, aber es gibt keine wirklichen Kontrollen.

Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es noch einen Urwald und entlang der Straße die Colobus-Affen des Jozani Forest beobachten. Da die Affen die Menschen gewöhnt sich kommt man relativ dicht an die Affen heran. Die meisten Leute, die eine geführte Tour machen, fahren vom Nationalpark zum Mangrovenwald. Die Strecke lässt sich aber auch innerhalb 20-25 gut zu Fuß meistern. Durch den Mangrovenwald führt ein Holzsteg, den man bequem innerhalb von 15 Minuten entlang gehen und dabei die Krabben mit ihren großen, roten Scheren beobachten kann.

Für die Organisation eures Sansibar Aufenthaltes ist es noch wichtig zu wissen, dass der einzige Geldautomat in Stonetown ist. Packt also genug Geld ein. In einigen Hotels ist es auch möglich im Hotel Geld abzuheben und das auf die Kreditkarte buchen zu lassen. Klärt dies am besten vor eurer Anreise.

Unser Fazit zu Sansibar

Wir fanden Jambiani auf Sansibar zwar sehr cool, aber nicht überwältigend. Die Atmosphäre war sehr entspannt und für 2-3 Tage Chillaxing seid ihr hier gut aufgehoben. Falls ihr mehr Zeit auf Sansibar habt sollte ihr aber alle paar an einen nächsten Strand weiterziehen.

Falls ihr schon auf Sansibar wart, hinterlasst uns doch einen Kommentar mit eurem Lieblingsstrand!!!


 

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